Wir sind stolz, dass unser Institut seit seiner Gründung im Jahre 1905 bereits eine lange Geschichte hinter sich hat. Nicht zuletzt darauf beruht der reiche Schatz an Erfahrungen und Kompetenzen sowie die umfangreiche verfügbare Ausstattung. Die Themenfelder „Recycling“ und „Umwelt- und Verbraucherschutz“ werden schon seit Jahrzehnten mit immer neuen Schwerpunkten und Ausprägungen bearbeitet. Viele Ergebnisse sind in die industrielle Praxis eingeflossen, wir z. B. zum Schließen der Wasserkreisläufe von Papierfabriken durch anaerobe biologische Wasserbehandlung, Messmethoden für die Bestimmung von Stickys, Fasereigenschaften oder Siebmarkierungen im fertigen Papier, Hintergrundinformationen zu Inhaltsstoffen in Papieren und deren Verhalten in den Recyclingprozessen oder neue Ansätze für die Entfernung von Druckfarben aus Altpapier.

Enge Kooperation mit der Industrie und Engagement bei der Bearbeitung industrieller Herausforderungen sind uns ein besonderes Anliegen. Deshalb sind wir gerade in diesem Feld besonders breit aufgestellt und bearbeiten viele anwendungsorientierte Projekte. Aber auch im Bereich der Grundlagen versuchen wir durch unsere Aktivitäten – insbesondere auf dem Gebiet der Papierphysik – Voraussetzungen für innovative Produkte und Prozesse von übermorgen zu schaffen.

Papiertechnik ist schon immer ein interdisziplinäres Wissensgebiet, in dem Ingenieur- und Naturwissenschaften eng mit weiteren Experten z. B. aus der Elektrotechnik, der Betriebswirtschaft oder der Biologie zusammenarbeiten. Wir sehen, dass die interdisziplinäre Projektarbeit ein steigendes Interesse erfährt und zunehmend auch Forschungsprojekte von interdisziplinär und teilweise international zusammengesetzten Teams bearbeitet werden. Diese Entwicklung begrüßen wir genauso wie Aktivitäten auf an die Papiertechnik angrenzenden Wissensgebieten, wo wir z. B. bei der Entwicklung neuer Werkstoffe und Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe ein großes Interesse an Expertise auf dem Gebiet der Papiertechnik mit entsprechendem Potenzial für neue Geschäftsfelder sehen.